Über das Alpaka
Ein Alpaka ist ein sehr umweltfreundliches Tier, da es das Gras, das es frisst, nicht an der Wurzel zieht, sondern es abschneidet, wodurch das Gras schneller nachwächst. Es hat auch keine Hufe, sondern kleine Kissen an seinen Füßen, daher zerdrückt es das Gras unter sich nicht. Es braucht auch nicht viel Pflege. Die Ressourcen, die für die Pflege des Tieres benötigt werden, sind daher sehr gering.
Geschichte & Herkunft
Alpakas sind edle und großzügige Tiere, legendär und sensibel. In Peru sind sie auch ein nationales Symbol aus dem Jahr 5000 v. Chr. Die Domestizierung von Alpakas und Lamas begann bereits um 3000 v. Chr.
Alpakas werden seit Jahrtausenden in den Anden Südamerikas gehalten und gezüchtet. Bereits zur Zeit der Inkas galt ihre feine Faser als besonders wertvoll und wurde für hochwertige Textilien verwendet.
Während Lamas vor allem als Lasttiere genutzt wurden, standen bei Alpakas vor allem die weiche Faser und ihre textile Verwendung im Vordergrund.
Auch heute noch spielt die Alpakazucht für viele Familien in den peruanischen Anden eine wichtige Rolle. Das Wissen über Haltung, Zucht und Verarbeitung der Faser wird oft über Generationen weitergegeben und ist eng mit der traditionellen Lebensweise der Menschen verbunden.
Durch ihre Anpassung an die klimatischen Bedingungen der Anden sowie durch jahrhundertelange Zucht und Selektion besitzen Alpakas eine feine, leichte und widerstandsfähige Faser, die bis heute zu den hochwertigsten tierischen Naturfasern der Welt zählt.
Alpakas gelten als besonders sanftmütige und aufmerksame Tiere. Mit ihrem ruhigen Wesen, den grossen dunklen Augen und ihren leisen Summlauten üben sie auf viele Menschen eine beruhigende Wirkung aus.
Ursprünglich stammen Alpakas aus den Anden Südamerikas, wo sie in grossen Höhen leben. Als soziale Herdentiere fühlen sie sich in Gruppen am wohlsten und ernähren sich hauptsächlich von Gräsern.
Im Vergleich zu Lamas sind Alpakas kleiner und meist zurückhaltender. Sie gelten als neugierig, aufmerksam und sensibel gegenüber ihrer Umgebung. Spucken gehört zwar zu ihrem natürlichen Verhalten, kommt jedoch vor allem zur Abwehr oder bei Rangordnungserklärungen innerhalb der Herde vor.
Während Lamas traditionell als Lasttiere genutzt wurden, werden Alpakas vor allem wegen ihrer feinen und weichen Faser geschätzt. Ihre ruhige Art und ihre anmutigen Bewegungen machen sie zu faszinierenden Tieren, die seit Jahrhunderten eng mit der Lebensweise der Menschen in den Anden verbunden sind.
Alpakas gehören zu den Neuweltkameliden Südamerikas. Sie sind eng mit dem Lama, Guanako und Vikunja verwandt, unterscheiden sich jedoch deutlich in Erscheinung, Nutzung und Wesen.
Typisch für Alpakas sind ihr feiner Körperbau, die grossen, ausdrucksstarken Augen und ihr weiches, dichtes Vlies. Im Vergleich zum Lama wirken sie kleiner, sanfter und eleganter. Ihre kurzen, spitzen Ohren und das charakteristische Gesicht verleihen ihnen ihr unverwechselbares Aussehen.
Alpakas sind hervorragend an das Leben in den Höhenlagen der Anden angepasst. Ihr dichtes Vlies schützt sie vor grossen Temperaturschwankungen und liefert eine feine, wärmende Faser, die zu den hochwertigen tierischen Naturfasern zählt.
- Alpakas gehören zur Familie der Neuweltkameliden und sind mit Lamas, Guanakos und Vikunjas verwandt.
- Es gibt zwei Alpakatypen: Huacaya mit dichtem, gekräuseltem Vlies und Suri mit langen, seidig fallenden Fasern.
- Dank ihrer weichen Sohlenpolster bewegen sich Alpakas besonders schonend über den Boden und hinterlassen im Vergleich zu Huftieren nur geringe Spuren.
- Alpakas sind Herdentiere und fühlen sich in der Gemeinschaft mit ihren Artgenossen am wohlsten.
- Mit ihrer dichten Faser sind Alpakas hervorragend an die grossen Temperaturschwankungen der Anden angepasst.
- Nach einer Tragzeit von rund elf Monaten bringt ein weibliches Alpaka in der Regel ein einzelnes Jungtier, das sogenannte Cria, zur Welt.
- Alpakas kommunizieren untereinander unter anderem durch Körpersprache und charakteristische, leise Summlaute.

Ein Tier mit vielen Namen
Der Name des Tieres in Quechua ist allpaka, paqo oder paqocha – Formen, die auch in der anderen lebenden Sprache, Aymara, vorkommen. Paqo wird auch für eine bestimmte Farbe des Alpakas verwendet, eine dunkelbraune Farbe mit einem rötlichen Farbton, die als die ursprüngliche Farbe aller Alpakas und sogar anderer Kameliden gilt.
Neuweltkameliden
Arten im Vergleich
Das Alpakascheren ist tief in der peruanischen Kultur verwurzelt, zum Wohlbefinden dieses friedvollen und geschätzten Tieres. Alpakas sind generell zahme Tiere, die sich (mit etwas Erfahrung) mit Leichtigkeit scheren lassen. Sie müssen regelmäßig geschoren werden.
Denn während Lamas ihr Fell von selbst abwerfen, behalten Alpakas ihres, bis dieses geschoren wird. Würde man sie nicht regelmäßig scheren, würde das Fell verfilzen, zu lang werden und Krankheitserreger und Parasiten würden die Tiere befallen, woran diese letztlich verenden würden.
Das Vikunja ist das feinste und eines der seltensten der vier südamerikanischen Kameliden. Mit einer Faserfeinheit von etwa 11 bis 16 Mikron – hochwertige Qualitäten liegen häufig um 12 bis 13 Mikron – zählt seine Faser zu den edelsten Naturfasern der Welt und ist feiner als Kaschmir.
Bereits zur Zeit der Inkas galt die kostbare Vikunja-Faser als Symbol von Wohlstand und war dem Adel vorbehalten.
Die wildlebenden Tiere leben in den Hochanden Südamerikas, unter anderem in Peru, oft auf über 4’000 Metern Höhe. Für die Gewinnung der Faser werden die Vikunjas im Rahmen traditioneller und regulierter Schuren behutsam zusammengetrieben, geschoren und anschliessend wieder in ihre natürliche Umgebung entlassen.
Das Guanako zählt neben dem Vikunja zu den wildlebenden südamerikanischen Kameliden. Unter seinem robusten Deckhaar besitzt es eine überraschend feine, weiche Unterwolle in natürlichen, warmen Brauntönen.
Die Tiere leben in den offenen Landschaften Südamerikas, besonders in den Steppen und Hochlagen Patagoniens und der Andenregion. Seit Jahrhunderten sind sie eng mit der Kultur der Andenbevölkerung verbunden. Die Gewinnung der Faser erfolgt nur in kleinen Mengen und unter regionalen, strengen Schutzbestimmungen.
Produkte aus Guanako-Fasern sind daher selten und gelten als besonders exklusiv.
Das Lama ist das größte der Neuweltkameliden und hat seinen natürlichen Lebensraum hauptsächlich in den Anden von Peru und Bolivien.
Während der Ära der Inkas spielten diese Tiere eine äußerst wichtige Rolle im Leben der Andenvölker. Die Lamas waren das wichtigste Transportmittel in den Anden und ihr Fleisch wurde allerorts geschätzt.
In der Textilindustrie wird das Lama-Vlies weniger häufig verwendet als das Alpaka-Vlies. Die bearbeiteten Fasern werden dann für qualitativ hochwertiges Florgewebe, z.B. für Mäntel und leichte Decken, verwendet.
Am weitesten verbreitet ist das Huacaya-Alpaka. Es macht rund 90 Prozent des weltweiten Alpaka-Bestandes aus und unterscheidet sich deutlich vom selteneren Suri-Alpaka.
Die Huacaya-Faser wächst dicht und fein gekräuselt. Dadurch wirkt das Vlies voluminöser, weicher und wolliger als das seidig glänzende und fliessende Vlies der Suri-Alpakas.
Dank ihrer dichten, bauschigen Struktur ist Huacaya-Faser besonders vielseitig einsetzbar. Sie eignet sich sehr gut für Strickwaren, Webwaren und Filzprodukte – und gilt daher als echter Allrounder unter den Alpaka-Fasern.
Suri ist neben Huacaya einer der beiden Alpakatypen und geht auf die jahrtausendealte Domestizierung der Alpakas in den Anden zurück. Suri-Alpakas sind deutlich seltener als Huacaya-Alpakas und machen je nach Quelle nur etwa 5 bis 10 Prozent des Gesamtbestandes aus.
Das Suri-Alpaka ist meist etwas schlanker gebaut als das Huacaya. Seine glattere Faser wächst in langen, einzelnen Strähnen, die parallel zum Körper herabhängen. Charakteristisch sind der seidige Glanz, der fliessende Fall und die elegante Wirkung der Faser. Im Vergleich dazu wirkt Huacaya voluminöser, feiner gekräuselt und wolliger.






